Das neue Erotik-Center Küche: guter Sex geht durch den Magen
Spätestens seit der Erfolgs-Serie „Sex and the City“ ist es Männern klar und Frauen klarer, dass zu einer gelungenen Liebesnacht mehr gehört als ein williger Partner und 37 verschiedene Stellungen. Für Frauen ist es oft komplizierter, eine rauschende Liebesnacht zu feiern, weil ihr Erleben weit mehr und vor allem vielschichtiger über die Psyche stattfindet. Wer aber bisher glaubte, dass Männer nicht mehr zu ihrem Glück brauchen, als ein Gegenüber (oder Gegenunter?) mit Rhythmusgefühl und gefälligem Stöhnen, steckt die Herren der Schöpfung nicht nur zu unrecht in die homo primitivus-Schublade, sondern macht es sich auch viel zu einfach. Auch für Männer gibt es einen Riesenunterschied zwischen dem Erfahren reiner Befriedigung und einem Feuerwerk zähneknirschender Lust.
Was macht man/frau „gut“ im Bett?
Das mag jetzt für manche recht einschüchternd klingen, denn bei aller Aufklärung und Freizügigkeit stellt sich oft immer noch die Frage aller Fragen: Was macht man/frau „gut“ im Bett? Natürlich ist rosarote Verliebtheit einer der besten Vermittler zwischen den Körpern, aber es gibt heutzutage auch eine Menge guter Bücher, Filme oder Gesprächsgelegenheiten, die Auskunft geben. Doch auch die eingängigsten Antworten daraus lassen letztendlich entscheidende Zweifel offen: Wie schafft man es denn nach einem total stressigen Arbeitstag, „sich einfach locker zu machen“? Soll ich meine Hemmungen bei der Gepäckaufbewahrung abgeben oder mir jedesmal vorher einen Schwips antrinken? Ich bin nicht so der feinfühlige Typ und sie zu fragen, was sie will, traue ich mich nie! Wo soll ich „erotische Phantasie“ hernehmen? Wie soll meine Lust „Flügel kriegen“, wenn ich mich für meinen dicken Hintern schäme? Und, und, und …
Erotik-Center Küche: Zwiebel für sexy Selbstbewußtsein und enthemmende Tomaten
Hier winkt Hilfe aus einer überraschenden Ecke: der Küche. Bestimmte Obst-, Gemüse- und Kräutersorten haben viel mehr auf dem Kasten als jede Viagra-Pille, denn sie sorgen nicht nur rein körperlich für mehr Lust- und Stehvermögen. Mit ihrer ausgeklügelten Kombination von oft vielen 100 verschiedenen Wirkstoffen kümmern sie sich in verblüffender Weise auch um die psychische Seite. So hilft zum Beispiel der Verzehr des klassischen Liebesapfels, der Tomate, zuerst Hemmungen, Unsicherheiten und Ängste behutsam zu lösen. Anschließend vitalisiert sie den gesamten Organismus und nun haben ihre lustfördernden Inhaltsstoffe freie Bahn, so richtig ihre Wirkung zu tun. Die Erdbeere kitzelt ebenfalls Lust und Leidenschaft wach, hilft dabei psychisch aber eher dem Sinn für Sinnliches und erotischen Spielereien auf die Sprünge. Auch die Zwiebel macht potenter und sie kann im seelischen Bereich das sexuelle Selbstbewußtsein stärken. Für eigentlich jeden Bedarf und jedes Bedürfnis ist eine Pflanze gewachsen und die Liste der Küchen-Aphrodisiaka und ihren raffinierten psychischen Wirkkomponenten ließe sich jetzt noch seitenlang fortführen.
Der Schlüssel zur roten Magie
So eröffnet sich eine ganz neue Dimension des Kochens: Mahlzeiten nicht nur nach Geschmack, sondern auch nach gewünschter Wirkung zusammenrühren! Eine Art zeitgemäße Hexenküche mit fantastischen Möglichkeiten, sich einfach, günstig und unabhängig Unterstützung für ein erfüllteres Liebesleben zu gönnen. Wenn es nun aber so viele verschiedene Kombinationen von Wirkstoffen und Wirkweisen gibt, wie soll man denn da zwischen Beruf und anderen Alltagsansprüchen schnell mal ein erotisches Candle-Light-Dinner zaubern, ohne vorher stundenlang dicke Bücher mit den entsprechenden Beschreibungen zu wälzen? Und jede Zutat einzeln heraussuchen und ihre Wirkung nachschlagen oder Listen von Inhaltsstoffen auswendig lernen? Da vergeht die Lust auf das „Danach“ ja von selbst … Gott sei Dank nicht nötig! Der Schlüssel liegt in einer sehr alten Natur-Wissenschaft, die ganz ohne High-tech-Geräte und leiderfüllte Tierversuche die geheimen Botschaften der Pflanzen zu lesen versteht: die Signaturlehre. Diese Lehre geht davon aus, dass z.B. Farbe und Geschmack einer Pflanze Auskunft über deren Wirkung geben. Bei der Chili zum Beispiel steht die rote Farbe – wie könnte es anders sein? – für Liebe, Lust und Leidenschaft. Scharfer Geschmack bedeutet in der Signaturlehre sexueller „Scharfmacher“ – und siehe da: Im Nachhinein bestätigte die moderne Laboruntersuchung, dass die Chili einen hohen Anteil an sexuell anregenden Wirkstoffen besitzt. Wann immer also ein Gemüse oder eine freches Früchtchen mit den Erkennungszeichen rot oder/und scharf im Einkaufswagen landet, kann man sicher sein, dass hier potenzielle Leidenschaft auf dem Teller landen wird. Hat man einmal die oft im Allltagsumgang bereits gängigen Bedeutungen für die Farben und Geschmäcker intus, steht der „Hexenküche“ nichts mehr im Wege.